prEVENTion Heidelberg
Gemeinsam aktiv für mehr Wohlbefinden

Über uns

Auf dieser Seite finden Sie alles, was Sie über prEVENTion wissen müssen - falls doch noch eine Frage offen ist: schreiben Sie uns!

 

Hintergrund

Depressionen sind weit verbreitet und gehören zu den problematischsten psychischen Störungen. Antidepressiva sind zwar wirksam, kurieren aber meist nur die Symptome, nach dem Absetzen ist das Risiko wieder zu erkranken sehr hoch. Psychotherapie ist hilfreich, aber auch hier sind die Effekte nicht immer ausreichend um Betroffene vor weiteren depressiven Episoden zu schützen. Trotz der Anzahl an Behandlungsoptionen erkranken heute nicht weniger Menschen als vor 30 Jahren, sondern im Gegenteil, die Zahl der Betroffenen steigt beziehungsweise erkranken immer mehr bereits im Jugend - oder jungen Erwachsenenalter. Der beste Schutz gegen Depression ist Prävention, also gar nicht erst zu erkranken oder weitere Episoden wirkungsvoll zu verhindern.


Die Idee

Die Initiative zu einem Präventionsnetzwerk entstand in einer Vorlesung im Rahmen der klinischen Psychologie. Professor Barnow erzählte den Studenten/innen von seiner Idee ein Netzwerk gegen Depressionen aufbauen zu wollen, das vor allem auf positive, gemeinsame Aktivitäten fokussiert und für alle offenstehen soll. Daraufhin meldeten sich 45 Studenten/innen und Mitarbeiter/innen der Ambulanz spontan die mitwirken wollten und entwickelten eigenständig ein Konzept mit verschiedenen Aktivitäten, die regelmäßig angeboten werden sollen. Alle Beteiligten des Präventionsnetzwerkes arbeiten ehrenamtlich und sind mit dem Herzen dabei!


Was wird angeboten?



Die freundliche Sport Community trifft sich regelmäßig zum Joggen, Wandern oder Radfahren. Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame Bewegen an der frischen Luft, frei von Wettkampfgedanken und Leistungsdruck.




Die Kreativgruppe bietet Veranstaltungen im Bereich Kunst (Malen, Basteln, Do-It-Yourself) bei der an geführten oder selbstständigen Projekten gearbeitet werden kann.




Die Koch- und Lesegruppe trifft sich zu gemeinsamen Kochabenden und im Rahmen eines Lesezirkels wird über Bücher aber auch literarische Texte diskutiert. Auch hier besteht kein Leistungsanspruch und wir sind offen für Ideen (Rezepte oder literarische Texte).



Für wen sind die Angebote geeignet?

Besonders angesprochen sollten sich Menschen fühlen, die bereits eine Depression hatten, oder aus einer Familie stammen, in der ein oder beide Eltern an Depression erkrankt waren, da hier ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht. Des Weiteren Personen die nicht (mehr) ausreichend auf ihr soziales Netzwerk zugreifen können (u.a. wegen Umzug, Trennung, Änderung der Lebenssituation), oder gerade eine schwierige Lebensphase durchmachen. Prinzipiell steht allen offen zu kommen, die ihr Leben wieder mit mehr positiven Aktivitäten anreichern wollen. Wir erheben keine Daten und erstellen keine Diagnosen, es geht bei uns nicht um Leistung und niemand muss etwas von sich preisgeben. Stattdessen wollen wir zeigen, dass Depression zwar jeden treffen kann, dass man aber etwas dagegen tun kann. Hierbei hat sich gezeigt, dass Verhaltensprogramme, die auf positiven gemeinsamen Aktivitäten beruhen am wirksamsten sind.

 
 
 
 
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